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Sommer - Zeit des Zusammenseins und Fülle genießen

 

Das Leben, unser Körper, die Natur mit den Jahreszeiten und alles um uns herum - alles ist im Fluss und unterliegt dabei einem ständigen Rhythmus. Jede Jahreszeit hat dabei ihre besonderen Qualitäten mit ihren Rhythmusgebern wie dem Sonnenlicht und dem Aufblühen und Vergehen der Natur. All das hat Einfluss auf unser Wohlbefinden und zeigt an, wofür es energetisch im Leben gerade Zeit ist.

Die energetische Qualität der Sommermonate ist Verbindung und Kommunikation

Alles Lebendige befindet sich in Wechselwirkung zueinander, nimmt Informationen voneinander auf und gibt diese weiter, um sich als Gesamtheit zu entfalten.

 

Eingebunden-Sein wahrnehmen

Wir entfalten unsere Potenziale nur im Einklang mit dem, was uns umgibt, z.B. Familie, Gesellschaft und Natur.

 

Ein junger Baum im Wald wird früher oder später im Wachstum an äußere Grenzen stoßen. Das kann man im Wald gut beobachten, wo Bäume sich an den Baumwipfeln fast berühren, und damit ihr Territorium aufteilen. So ist es auch mit uns in der Welt, als Individuum Teil einer Gemeinschaft. Je mehr Wachstum, desto wahrscheinlicher erlebt man Begrenzung, aber auch mehr Verantwortung (Macht). Es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht zu wachsen, um unsere Aufgabe im Gesamtgefüge Leben einzunehmen. 

 

Kommunizieren

Im Wald oder auf einer Wiese kommuniziert alles miteinander, die Blüten senden ihre Signale an die Insekten, die ihrerseits die Informationen an ihr Volk weitergeben. An den Wurzeln der Bäume regeln Pilze den Austausch von Nährstoffen zwischen den Bäumen, die wiederum der Tierwelt entsprechende Zeichen geben, was Wetter oder Nahrung betrifft. 

 

Auch unser Körper ist ein solches Netzwerk beständigen Informationsflusses. Nervenimpulse und Botenstoffe versorgen ständig alle Teile des Körpers mit den nötigen Informationen aus den jeweils anderen Bereichen. Ist die innereKommunikation im Fluss, so bleibt auch unser Organismus im Gleichgewicht.

 

Im August geht es um Vollendung und Reife. Nicht mehr Blüte, Wachstum und Entfaltung stehen im Mittelpunkt.Sondern jetzt gilt es, bestehendes zur Reife zu bringen und sich damit zu befassen, was wir als Früchte unseres Wirkens nach Außen bringen wollen. Das Ergebnis dessen was wir tun, fühlen und denken. 

 

Auch in der Natur wird nicht jede Blüte zur Frucht. Unsere Energie, Kraft, und Zeit gehören zu den Ressourcen, welche wir nicht vergeuden wollen. Welche Projekte und Ziele sind es dir wert, zur Reife und Vollendung zu bringen? Welche Prioritäten braucht es dafür? 

 

Eine Pflanze legt in die Reifung ihrer Früchte noch einmal alle Kraft, die sie hat, denn für Wachstum ist jetzt keine Energie mehr. 

 

Verantwortung übernehmen für die eigenen Früchte

Es gibt dann Früchte unseres Handelns, auf die wir zu recht Stolz sind. Vielleicht sind sie ein wertvoller Beitrag für das große Gewebe der Welt, für die Familie, die Gesellschaft oder die Natur. Unsere Hingabe, Geduld und Beharrlichkeit, sowie das richtige Tun sind hoffentlich in das Gelingen mit eingeflossen. Wenn nicht, lernen wir daraus, denn auch nächstes Jahr wird es wieder ein Frühjahr voller Möglichkeiten für einen Fülle-Sommer geben.

  

 

Fülle wahrnehmen

Vollhängende Bäume, Sträucher und goldgelbe Felder in den Erntemonaten August und September gibt uns eine Ahnung davon, wie reich die Natur ist und wieviel Überfluss sie schenkt. Wenn die Kräfte der Natur (zum Beispiel guter gesunder Boden) im Gleichgewicht sind, wird ein Zuviel oder zu Wenig der Elemente leicht aufgenommen und er-schafft seinen Ausgleich.

Die Natur fragt nicht, sie ist einfach. Was (heute) scheinbar umsonst oder unnütz erscheint, macht wahrscheinlich Sinn im größeren Zusammenhang oder zu einem späteren Zeitpunkt. Wenn wir einen Schritt zurücktreten, oder zurückschauen auf Ereignisse in unserem Leben, können wir „the big picture“ erkennen. Nur weil wir vielleicht jetzt etwas gerade nicht sehen würden, kann es trotzdem existieren.

 

Auch Reichtum an Fülle, der immateriell ist, sich nicht in klingender Münze aufwiegen lässt, nährt uns in tiefer innerer Seele. Gemeinschaft mit lieben Menschen, Freundschaft, Lächeln, Fröhlichkeit, Spaß und Liebe gehören ebenso zu einem er-Fülle-nden Leben.

 

 

Der September mit seiner Qualität für Ausgleich und Danken ist eine besonders gute Zeit, um sich mit dem Gleichgewicht der Kräfte auch im eigenen Leben zu befassen.

 

Ohne die Früchte der Natur, der Erde, der Pflanzen, der Tiere und Mitmenschen wäre für uns kein Leben möglich. Für unsere Nahrung opfert sich ein anderes Leben. Jemand hat seine Kraft und Energie, seine Wurzeln, seinen Leib oder Samen für uns geopfert, damit wir leben können. 

 

Auch ohne seelische Gaben, ohne Zuwendung und Liebe könnten wir nicht existieren. Wer dankt, erkennt an, dass alles miteinander verbunden ist und wir uns alle diese Erde als Lebensraum teilen.

 

 

Dynamisches Gleichgewicht

Da jedoch alles in ständiger Bewegung ist, kommt es zeitweilig auch zu Ungleichgewichten, die immer wieder korrigiert werden. Denn Gleichgewicht ist kein statischer Zustand. Stellen wir uns die Balance von Energien wie einen Fluss vor: Ständig fließt Wasser davon und in gleichem Maß fließt es wieder nach. Damit ist der Fluss in einem dynamischen Gleichgewicht. 

 

 

Sind Geben und Nehmen/Empfangen in unserem Leben gleich verteilt?

Annehmen-können fällt vielen Menschen schwer, weil es einen scheinbar in den Zustand der „Schuld" bringt. Wer ein Geschenk annimmt, liefert sich dem anderen ein wenig aus. 

 

Unser Dank für etwas ist eine Art Gegengabe, und in ihr steckt eine heilende und ausgleichende Kraft.

 

 

 

Schön finde ich den Gedanken, dass wenn ich immateriell beschenkt worden bin, und ich kann es nicht erwidern - dann als Dank eine andere Person vielleicht zu einer anderen Zeit, beschenke. 

 

Zum Beispiel bin ich in Zeiten der Not schon unerwartet mit Freundschaft und mentaler sowie praktischer Unterstützung beschenkt worden, für dich ich mich nie revanchieren konnte. In diesem Spirit habe ich meine Augen offengehalten und mich beim Universum bedankt, in dem ich jemand anderem meine Freundschaft und Unterstützung geschenkt habe, wenn er oder sie es zu brauchen hatte. Vielleicht an Idea worth spreading and circlelate.. ;-)

 

 

Text by Sabine Bagnato